Die Initiative Digitale Freiheit Bayern hat sich im Zusammenhang mit einem Offenen Brief entwickelt, der im November 2025 von über 200 Experten und Unternehmern gezeichnet und an das bayer. Finanzministerium übermittelt wurde. Darin wurde die Besorgnis zum Ausdruck gebracht, dass durch die Verlängerung/Konsolidierung des Rahmenvertrags mit Microsoft und der flächendeckenden Einführung der Cloud-Lösung Microsoft 365 Fakten geschaffen werden, die auf lange Sicht nicht rückgängig gemacht werden können und deren Konsequenzen für den Freistaat Bayern schwerwiegend sein würden.
Im Juni 2026 hat die Staatsregierung mitgeteilt, dass sie von den Verhandlungen zum Bayernvertrag Abstand nimmt, ohne dass eine vollwertige Alternative bereits identifiziert wäre. Im Gespräch ist eine „hybride Cloud-Strategie“ und die Pilotierung von Office-Alternativen durch das bayer. Digitalministerium. Die Digitale Freiheit Bayern sieht daher unverändert Handlungsbedarf.
In Fachkreisen und in der Gesellschaft ist ein zunehmendes Unbehagen in Bezug auf die Abhängigkeit von der US-IT-Industrie spürbar. Der Begriff Digitale Souveränität hat seit Beginn der 2020-er Jahre in der Öffentlichkeit einen festen Platz. Der monatliche Digital Independence Day wird immer populärer. IT Fachzeitschriften sind voll von Ratschlägen, „wie man weg von Microsoft“ kommt. Microsoft hat diesen Trend erkannt und versucht, mit vertrauensbildenden Maßnahmen entgegenzuwirken (neue Rechenzentren in der EU etc.). Diese werden jedoch von der Fachwelt als unzureichend angesehen (Souveränitätswashing). Die Auswirkungen des US-CLOUD-ACT bleiben unverändert bestehen (jederzeitige Zugriffsmöglichkeit durch US-IT-Dienstleister auf Daten derer Kunden innerhalb und außerhalb der USA, auch ohne Zustimmung oder sogar Kenntnis der Betroffenen).
Hier finden Sie den Flyer der Digitalen Freiheit Bayern zum Herunterladen (öffnet in neuem Fenster):
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